Erinnern Sie sich an die Zeiten, als Kohlekraftwerke als Dreckschleudern bezeichnet wurden? Könnte Rechenzentren ein ähnliches Schicksal drohen? Es ist noch gar nicht lange her, da wurde die beim Servereinsatz in Rechenzentren entstehende Abwärme mit zusätzlichem Aufwand an die Außenluft abgegeben. Und der Strombedarf steigt mit der Nachfrage nach mehr Rechenleistung stetig.
Dabei können nach Angaben des Digitalverbandes bitkom jährlich rund 350.000 Wohnungen in Deutschland damit versorgt werden. Das entspricht etwa dem Wohnungsbestand von Bremen.
Mittlerweile ist aber das Potenzial erkannt und soll künftig stärker genutzt werden. So schreibt es das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) vor. Neue Rechenzentren, die ab Juli 2026 in Betrieb gehen, müssen nachweisen, dass 10 Prozent ihrer Abwärme weiter genutzt werden.
Gut zu wissen: Die Effizienz wird anhand der sogenannten Power Usage Effectiveness (PUE) gemessen. Dieser Wert gibt an, wie sich der Jahresenergiebedarf des gesamten Rechenzentrums zum Jahresenergiebedarf der IT-Technik verhält: Je kleiner der Wert, desto effizienter ist die Gebäudetechnik, inklusive Klimatisierung und Abwärmenutzung.
So können Investoren in den offenen Infrastruktur-Fonds klimaSUBSTANZ nicht nur vom Megatrend KI und den damit einhergehenden, stetig wachsenden Strombedarf profitieren. Die Akzeptanz von Rechenzentren in der Bevölkerung und bei den Verantwortlichen in den Kommunen vor Ort erhöht sich mit Lösungen zur Abwärmenutzung deutlich. Der Digitalverband bitkom ist zuversichtlich, dass die Wärmenetze in Deutschland bis zum Jahr 2035 deutlich ausgebaut und modernisiert werden und einen großen Teil der Abwärme von neu gebauten Rechenzentren in Zukunft aufnehmen können.
Hinzu kommt: Bis 2030 könnten die Treibhausgasemissionen deutscher Rechenzentren um 30 Prozent sinken – vorausgesetzt, die Energiewende kommt wie geplant voran. Mit dem Fonds klimaSUBSTANZ schaffen wir die Voraussetzungen, dass genau das eintritt.